NFG Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. | Am Lerchberg | 04552 Borna | Tel.: 03433-741150 | Fax: 03433-741180 | oekostation-birkenhain@gmx.de

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Entstehung und Satzung


Entstehung der Ökologischen Station
 

 

Oktober
1989 


Naturschützer, die in der Gesellschaft für Natur und Umwelt organisiert waren, erstellen einen Forderungskatalog zur Verbesserung von Umwelt- und Naturschutzbedingungen im Kreis Borna und versuchen den Vorstand der GNU in seiner letzten Sitzung für ein einheitliches Auftreten zu diesem Thema zu begeistern.  

November

1989

Die Zeit der Runden Tische beginnt. Wir leiten den Forderungs-katalog allen Parteien und neuen Organisationen mit Bitte um Stellungnahme zu. Am großen Runden Tisch des Kreises erstreiten wir nach Diskussion mit allen Beteiligten die Errichtung einer Ökologischen Station. 

Dezember 
1989

Dazu erfolgte am 05.12.89 zur Sitzung des Runden Tisches die erste Vorstellung eines Konzeptes zu den Aufgaben einer derartigen Station, Personalstruktur und ihrer Arbeitsweise mit folgenden Inhalten:

6 hauptamtlich tätige Mitarbeiter für Forschung, Biotop- und Landschaftspflege sowie Umweltbildung- und -erziehung mit dem Schwerpunkt auf regionale Forschung, denn man kann nur das „pflegen, schützen und entwickeln“, was man kennt.

Das Konzept fand Zustimmung des Runden Tisches und die noch amtierende Vorsitzende des damaligen Rat des Kreises wurde beauftragt, eine Ökologische Station aufzubauen.


Februar 1990 Der erste hauptamtliche Mitarbeiter für Naturschutz wird im Rat des Kreises Borna, Abteilung Umweltschutz eingestellt. Hauptaufgabe war die Organisation des Aufbaues der Ökologischen Station. Gleichzeitig erfolgte die Bearbeitung naturschutzfachlicher Stellungnahmen als behördliche Tätigkeit.
März 1990 Abstimmung mit dem Arbeitsamt zur Zulassung als Einsatzstelle für bis zu 6 Zivildienstleistende. Erarbeitung von Förderanträgen an den damaligen Rat des Bezirkes für den Aufbau einer Ökologischen Station.
Mai 1990 Zwei weitere hauptamtliche Mitarbeiter für Naturschutz werden eingestellt. Umfangreiche Fördermittel des Rat des Bezirkes für die Herstellung der Arbeitsfähigkeit der Ökologischen Station werden zweckgebunden zur Verfügung gestellt. Der erste Zivildienstleistende beginnt mit der Arbeit in der Ökostation.
Mai 1990 bis Februar 1991 Die Arbeit der Ökologischen Station beginnt in den Strukturen und Gebäuden des Landratsamtes Borna, zugehörend zum Umweltamt – Referat Naturschutz / Ökologische Station. 

Ab September 1990 erhöht sich die Anzahl der Zivi`s auf 6 Personen sowie weitere 18 Personen beginnen im Oktober 1990 mit der Arbeit als ABM für 2 Jahre. Unter den 18 Personen sind 6 Mitarbeiter aus dem ehrenamtlichen Naturschutz.

2 ABM davon kommen auf dem Gelände des Landeskulturkabinettes Groitzsch zum Aufbau des heutigen Naturschutzzentrums zum Einsatz, was seit April 1990 in die Rechtsträgerschaft des Naturschutzbundes, Kreisverband Borna / Fachgruppe Ornithologie und Naturschutz“ Groitzsch übernommen worden war.


Februar 1991 bis Mai 1991 Ausbau und Einrichtung der Ökologischen Station auf dem Gelände der ehemaligen Betriebsberufsschule Birkenhain am Lerchenberg bei Borna
ab Juni 1991 Arbeitsfähigkeit am Standort Birkenhain
September 1991 Eröffnung des Naturschutzzentrums Groitzsch, der ersten Station des Naturschutzbundes LV Sachsen im Beisein des Umweltministers
Juni 1991 bis 30. Juni 1993 Die Ökologische Station liegt weiter in der Verantwortung des Landratsamtes Borna / Geithain. Außer Bewältigung der Arbeit als Untere Naturschutzbehörde setzte das Team der über 22 Mitarbeiter/innen Natur- und Artenschutzprojekte im Wertumfang von über 3 Mio DM im Territorium des Landkreises um. 

Allein 4 Altarme in den Auen von Weißer Elster und Wyhra wurden renaturiert und mit Wasser versehen, 12 Dorfteiche renaturiert, 2 neue, große Feuchtbiotope in der Elster- und Pleißenaue geschaffen, 12 Parkanlagen ökologisch revitalisiert, der erste Naturlehrpfad in der Bergbaufolgelandschaft geplant und praktisch umgesetzt, über 80 ha Flurgehölze in der Agrarflur gepflanzt usw.usw. 

Ziel war damals die Landkreisführung zu überzeugen, dass die Ökologische Station eine wichtige Einrichtung des Landkreises darstellt, auf die man nicht verzichten sollte.

Anfang März Besuch des Landkreises Unna in NWF und der DBU in Osnabrück mit einer Landkreisdelegation auf der Suche nach einem neuen Betreibermodell für die Ökologische Station.
24. März 1993 Gründungsversammlung der Naturförderungsgesellschaft Es beginnt die Entwicklung des Vereins mit dem Ziel, u.a. die Ökologische Station zu betreiben. Ohne Vereinsbildung wäre keine Ausgliederung aus dem Landratsamt und damit keine Weiterführung der Ökologischen Station möglich gewesen.
01. Juli 1993 Ausgliederung der Ökologischen Station aus dem Landratsamt Borna / Geithain per Kreistagsbeschluß. Übergabe in die Trägerschaft der gemeinnützig tätigen Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna- Birkenhain e.V. 
seit 01. Juli 1995 Kontinuierliche Erweiterung der Arbeit und des Teams, Beginn der Mitarbeit im BMBF- Forschungsverbund Bergbaufolgelandschaften Mitteldeutschlands
01. August 1994 bis 31. Juli 1995 Förderung der NFG durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt zum weiteren Aufbau der Ökologischen Station 1. Projektphase 
Mai 1996 Beginn der Zusammenarbeit mit der LMBV durch Übernahme der naturschutzfachlichen Begleitung der weiteren bergbaulichen Sanierung im Länderbereich Westsachsen / Thüringen
01. Juli 1997 bis 30. Juni 1999 Weitere Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Aufbau der Ökologischen Station 2. Projektphase
28. Juni 1998 Verleihung des Bruno-H.-Schubert-Preises für Harald Krug
April 2000 bis
März 2002
Mit Auslaufen der Bundesforschungsvorhaben und daraus resultie-renden Auftragsrückgängen schrumpft der Personalbestand der Ökostation notgedrungener Weise von 14 auf 6 Mitarbeiter in Festanstellung.
September 2003 bis Dez. 2006. Ab 2003 wieder allmählicher Anstieg in der Beschäftigtenzahl auf 7 bzw. 8 Mitarbeiter ohne ABM, Zivildienstleistende, FÖJ, GfB bis hin zu 1€- Jobs.
2007 Außensanierung des Gebäudes der Ökologischen Station unter weiter laufendem Betrieb in den Diensträumen.
2008 Die NFG Ökologische Station Borna- Birkenhain heute

April 2008 Eröffnung der neuen Tierauffangstation für verletzte Wildtiere Pflegetiere 
 
Die Zusammenarbeit mit der MIBRAG konnte im Jahr 2008 sowohl geschäftlich als auch medienwirksam weiter ausgebaut werden.   
 
Besuch unserer französischen Naturschutz- Partnerorganisation Lo Parvi vom 22.08. bis 26.08.08 in Borna. Das Zusammentreffen beider Präsidenten am Sonntagnachmittag in der Ökologischen Station. 
 
Im Rahmen der Umweltbildung und –erziehung der Ökologischen Station nutzten insgesamt 3.692 Kinder und Jugendliche unsere Projekt-angebote anhand 154 durchgeführter Veranstaltungen.  
 
Das Projekt Freiwilliges Ökologisches Jahr in Trägerschaft der NFG wurde im Jahr 2008 medienwirksam fortgesetzt.  
 
Unser seit dem Jahr 2004 bestehendes Naturschutzlager Birkenhain wurde 2008 im Zeitraum Mai bis September von 57 Personen (Schulklassen, CB- Funkerverein, Privatpersonen) genutzt. 
 
Die im Jahr 2008 im Rahmen unseres gemeinsamen Veranstaltungs-programms mit der Nabu Regionalgruppe Südraum Leipzig durchgeführten  14 Exkursionen, 1 Tag der offenen Tür , 3 Dia/Filmvorträge2 und sonstige Veranstaltungen stießen in der Bevölkerung mit insgesamt 442 Teilnehmern wieder auf reges Interesse.  
 
 
September 2008
 

Zusammenfassung
Die Ökologische Station kann heute durchaus als gelungener Versuch Natur- und Artenschutz, Biotop- und Landschaftspflege sowie Umweltbildung- und – erziehung in Ergänzung zu den hoheitlichen Aufgaben der Behörden betreiben zu wollen, angesehen werden. 


18 Jahre Ökologische Station, davon 15 in Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereines gibt es uns nun schon- leider ohne institutionelle Unterstützung durch den Freistaat, wie es in den Altbundesländern für Naturschutzstationen oft der Fall ist. Wir haben es bisher geschafft keine Schulden zu machen- uns würde eh keine Bank etwas vorstrecken, da wir keine materiellen Werte als Grundbesitz o.ä. zu bieten haben.


Wir müssen unsere Personal- und Betriebskosten durch Abarbeiten von Aufträgen selbst erwirtschaften. Dennoch haben wir es bisher geschafft, einen Großteil unserer Betätigung für gemeinnützige Zwecke (Umweltbildung, Tierauffangstation, Biotoppflege) zur Verfügung zu stellen. Das geht nur mit Mitarbeitern, die gewillt sind, wesentlich mehr zu leisten, als allgemein üblich ist. Und das geht nur, weil die Leistungsträger ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und bei der Arbeit noch Spaß empfinden, auch wenn keiner einen 8 Std.- Tag dabei hat und oftmals selbst an den Wochenenden arbeitet.

 

 Harald Krug

 

 

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