Landschaftspflege
Artenschutz bedeutet auch Lebensraumschutz. Deshalb pflegen die Mitarbeiter der Ökologischen Station verschiedene Biotopstrukturen wie Feuchtwiesen, Streuobstwiesen und Offenlandflächen in der Bergbaufolgelandschaft. Diese Pflege erfolgt durch ein- bis zweimalige Mahd im Jahr bzw. durch Beweidung. Infolge des Einsatzes dieser unterschiedlichen Varianten kann jede einzelne Fläche optimal gepflegt werden.
Ausgewählte Beispiele

Zu den bedeutendsten Pflegeflächen zählt das Flächennaturdenkmal Sebastianpark im Pfarrholz Groitzsch. Ende April blüht hier das Stattliche Knabenkraut. Zum Erhalt dieser und weiterer Arten, wie z.B. dem Großen Zweiblatt und der Wiesen-Schlüsselblume wird die ehemalige Streuobstwiese einmal jährlich gemäht und mit Schafen nachbeweidet. Das FND Sebastianpark gehört zum Lebensraumtyp 6510 der FFH-Richtlinie und befindet sich innerhalb des FFH-Gebietes Elsteraue südlich Zwenkau.
Die Bornwiese ist Teil eines ökologisch wertvollen Komplexes. An die Wiese grenzen ein naturnahes Kleingewässer, der gehölzbestandene Saubach und das Bornholz, ein Auwaldrest an.
Jedes Jahr im Winter werden durch unsere Mitarbeiter verschiedene Kopfweiden im Territorium des Südraumes verschnitten. Dieser Schnitt ist zum Erhalt alter Kopfweiden bzw. zum Heranziehen junger Weiden nötig. Kopfweiden stellen besonders für Hohlenbrüter wertvollen Lebensraum dar. So brüten hier der Steinkauz, Grünspecht und Gartenrotschwanz.
Diese Maßnahmen zeigen nur Beispiele unserer umfangreichen Arbeiten zum Schutz der heimischen Natur auf. So beschäftigen wir uns z.B. auch mit der Renaturierung von Feuchtgebieten und der Instandhaltung von Wanderwegen.
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