Informationen für zukünftige Einsatzstellen

Über uns

Die Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. ist ein Verein, der sich für den Natur- und Artenschutz im Südraum Leipzig engagiert. Wir arbeiten schwerpunktmäßig in den Bereichen Artenschutz, Landschaftspflege, Forschung und Entwicklung, Umweltbildung und -erziehung. Der Verein beschäftigt 14 Festangestellte, die unter Leitung des Geschäftsführers Herrn Martin Graichen arbeiten. Vorstandsvorsitzende unseres Vereins ist Frau Kathrin Ammermann.

Seit 2003 sind wir anerkannter Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in Sachsen. Entsprechend unserem Satzungszweck ist es uns hier möglich, Jugendliche zu umweltbewusstem Verhalten zu bewegen und sie anzuregen, sich mit Fragen des Natur- und Umweltschutzes in Gesellschaft und Vorort auseinander zu setzen. Gleichzeitig bieten wir den TeilnehmerInnen die Möglichkeit der beruflichen Orientierung und unterstützen ihre Persönlichkeitsentwicklung.

Ziele des FÖJ

Das FÖJ findet auf der Grundlage des Jugendfreiwilligendienstegesetzes (JFDG) vom 16. Mai 2008 (BGBl. I S. 842), das durch Artikel 30 des Gesetzes vom 20. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2854) geändert worden ist und der Verwaltungsvorschrift zur Durchführung von Freiwilligendiensten in Sachsen vom 31. März 2014 statt.

Verfahrensweise zur Anerkennung als Einsatzstelle:

Interessierte Einrichtungen oder Organisationen reichen eine Erklärung als Einsatzstelle des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Freistaat Sachsen bei der Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V., Am Lerchenberg, 04552 Borna ein.

Über die Anerkennung als Einsatzstelle wird nach Prüfung der Einsatzstellenerklärung, der Eignung nach den unten genannten Voraussetzungen sowie eines persönlichen Erstbesuches in der Einsatzstelle durch unseren Träger entschieden. Das Ergebnis der Entscheidung wird Ihnen schriftlich mitgeteilt.

Anerkennungsvoraussetzungen beim Träger Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V.

Ihre Einrichtung oder Organisation:

  • sollte bezugnehmend auf den Wirkungskreis der Ökologischen Station und der damit verbundenen schnelleren Erreichbarkeit ihren Sitz in der Stadt Leipzig, im Landkreis Leipzig oder in benachbarten Landkreisen haben.
  • muss mindestens ein Jahr bestehen und bereit sein, ihre finanzielle und organisatorische Leistungsfähigkeit zu erklären.
  • muss konkrete vielfältige Arbeiten im Natur- und Umweltbereich im Freistaat Sachsen anbieten.
  • muss bereit sein, die Persönlichkeit sowie das Umweltbewusstsein der Freiwilligen in Zusammenarbeit mit der pädagogischen Betreuung des Trägers zu entwickeln sowie ein natur- und umweltgerechtes Handeln vorleben (Vorbildwirkung).
  • sieht die Freiwilligen nicht als Ersatz für vollwertige Personalstellen. Die angebotenen Tätigkeiten für die Teilnehmenden sind gemeinwohlorientiert, damit bei den Jugendlichen das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl gestärkt wird. Mit der Beschäftigung der Jugendlichen dürfen keinerlei Gewinnabsichten verbunden sein. Die angebotenen Tätigkeiten müssen sowohl von männlichen als auch von weiblichen Teilnehmenden durchführbar sein (Gewährleistung des Gender Mainstreamings).
  • bietet mehrere uneigennützige Tätigkeitsschwerpunkte in der Natur- und Umweltarbeit an, damit die Arbeit möglichst abwechslungsreich bleibt (ausgewogenes Verhältnis zwischen kontinuierlichen Routineaufgaben und ergänzenden Tätigkeiten) und in verschiedenen Bereichen Lerneffekte erzielt werden können, die den Freiwilligen zum einen der beruflichen Orientierung dienen und zum anderen Schlüsselkompetenzen vermitteln. Zusätzlich zu den einsatzstelleninternen Bildungszielen ermöglichen Sie den Freiwilligen, sich mit ökologischen Fragestellungen unter globalen und lokalen Gesichtspunkten auseinanderzusetzen. Die Umsetzung kann u. a. durch Weiterbildungsangebote oder Selbststudium erfolgen.

Besondere Verpflichtungen der Einsatzstelle:

Ihre Einrichtung oder Organisation:

  • gewährleistet eine ganzjährige kontinuierliche fachliche und persönliche Begleitung in überwiegend praktischen Tätigkeitsfeldern sowie die Sicherstellung der Einarbeitungsphase (1. bis 4. Woche) durch die fachliche und persönliche Begleitungserson. In dieser Zeit muss die ausführliche und qualifizierte Einarbeitung in das anfallende Arbeitsspektrum erfolgen.
  • verpflichtet sich, die Teilnahme der fachlichen und persönlichen Begleitungsperson an den einmal pro FÖJ-Jahrgang stattfindenden Einsatzstellenkonferenzen zu ermöglichen.
  • erstellt zu Beginn eines jeden FÖ-Jahres einen auf die Interessen und Neigungen der Freiwilligen abgestimmten Jahresplan, der als Grundlage, die Tätigkeitsschwerpunkte der Freiwilligen regelt.
  • ermöglicht das Anfertigen einer Projektarbeit durch die Freiwilligen im Rahmen ihrer Tätigkeit und fördert auf diese Weise das aktive und freie Handeln der Teilnehmenden. Die Einsatzstellenbegleiter und -begleiterinnen geben bei Bedarf Hilfestellung und Unterstützung bei der Wahl des Projektthemas, welches sowohl den Nutzen für den Freiwilligen (d.h. für eigene Wissenserweiterung, Persönlichkeitsentwicklung) und die Einsatzstelle erkennen lässt.
  • unterstützt die Jugendlichen im Rahmen der FÖJ-Seminarvorbereitung und –nachbereitung und verpflichtet sich, die Teilnehmenden für die 25 Seminartage und gegebenenfalls für Sprecher- und Sprecherinnen-Aktivitäten freizustellen.
  • gewährleistet die Erreichbarkeit eines ausgebildeten Ersthelfers bzw. einer ausgebildeten Ersthelferin in der Einsatzstelle
  • ist bereit, am Ende des FÖ-Jahres einen Erfahrungsbericht vorzulegen.
  • verpflichtet sich zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der Ökologischen Station.
  • verpflichtet sich zur Einhaltung der durch den Träger vorgegebenen Qualitätsstandards.
  • erklärt sich bereit, gegebenenfalls Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Einsatzstelle zu betreuen.
  • trägt die Kosten für die Arbeitskleidung und für die Ausstattung des Arbeitsplatzes der Freiwilligen.
  • beteiligt sich finanziell mit einem Betrag in Höhe von derzeit 144,00 € +19 % Mehrwertsteuer pro Freiwilligen/pro Monat.
  • akzeptiert die gesetzlichen Grundlagen bezüglich des FÖJ und arbeitet danach.

Anforderungsprofil für Einsatzstellenbegleiter und -begleiterinnen im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)

Die Einsatzstellenbegleiter bzw. -begleiterinnen erfüllen folgende Mindeststandards:

  • Sie sind persönlich geeignet. Persönlich nicht geeignet ist, wer Jugendliche nicht betreuen darf sowie wer wiederholt gegen Vorschriften verstoßen hat.
  • Sie sind fachlich geeignet, d. h. sie besitzen die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse in einem "grünen", pädagogischen, umwelttechnischen oder tierpflegerischen Berufsfeld. Das ist der Fall, wenn sie selbst eine Ausbildung in der für die Begleitung der Teilnehmenden umfassenden Tätigkeiten absolviert haben oder eine Hochschulprüfung entsprechender Fachrichtung oder eine langjährige Tätigkeit in dem jetzigen Berufsfeld nachweisen können.
  • Sie bringen Erfahrungen in der Anleitung von Jugendlichen mit. Das kann im Rahmen von Projekttagen mit Schülergruppen, das Leiten von AG`s, der Ausbildung von Jugendlichen, der Anleitung von Schülern und Studenten während ihrer Praktika, usw. erfolgt sein.
  • Sie besitzen menschliche Qualitäten, d. h. Verständnis für die Jugend, Geduld, Toleranz, Humor sowie pädagogisches Geschick. Der Einsatzstellenbegleiter bzw. die Einsatzstellenbegleiterin ist nicht nur Vorgesetzter bzw. Vorgesetzte der Freiwilligen, sondern vor allem auch deren Bezugsperson. Der Einsatzstellenbegleiter bzw. die Einsatzstellenbegleiterin sollte sich gegenüber den Freiwilligen verpflichtet fühlen, sie bei ihrem beruflichen Weiterkommen zu unterstützen und ihnen bei der Entwicklung ihrer eignen Persönlichkeit zu helfen.
  • Sie wirken als Vorbild. Der Einsatzstellenbegleiter bzw. die Einsatzstellenbegleiterin müssen sich bewusst sein, dass sie in vielfältiger Weise als Vorbild für die Freiwilligen wirken (z. B. hinsichtlich Motivation, Arbeitsweise, Pünktlichkeit, Lernbereitschaft, Verantwortung, soziales Verhalten usw.).

Auswahl der Bewerber und Bewerberinnen nach Anerkennung als FÖJ-Einsatzstelle:

Alle Bewerbungsunterlagen, auch wenn sie direkt bei den Einsatzstellen eingehen, sind beim Träger einzureichen. Nach Sichtung der Unterlagen, führt die NFG Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. ab Februar Vorstellungsgespräche durch. Hier werden die Bewerber und Bewerberinnen im persönlichen Gespräch über das FÖJ, dessen Ziele und Inhalte sowie über die Einsatzstellentätigkeiten informiert. Gleichzeitig wird die Motivation für ein FÖJ erfragt.

Bei diesem Gespräch erhalten die Jugendlichen die Kontaktdaten für alle zu besetzenden Einsatzstellen des kommenden FÖ-Jahrgangs. Innerhalb eines festgelegten Zeitraumes nehmen die Bewerber und die Bewerberinnen mit den sie interessierenden Einsatzstellen Kontakt auf und vereinbaren eigenständig einen Besuch bei den Einsatzstellen.

Die Einsatzstellen führen ebenfalls Vorstellungsgespräche selbständig durch und informieren über das konkrete Tätigkeitsfeld. Sowohl Bewerber und Bewerberinnen als auch Einsatzstellen melden in der Regel bis Mitte Juni ihre Wünsche beim Träger an. Nach einem Abgleich der Wünsche, besetzen wir die Stellen dann bestmöglich und zur Zufriedenheit aller.

Die Zusage über einen FÖJ-Platz erhält der Bewerber bzw. die Bewerberin nur über den Träger. Eine Nachbesetzung durch die NFG Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. ist in Abstimmung mit der Einsatzstelle möglich, wenn die Restlaufzeit noch mindestens sechs Monate beträgt.

Kontaktdaten

Träger NFG Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V.
Frau Franke
Am Lerchenberg
04552 Borna
Telefon: 03433/741150
Fax: 03433/741180
Homepage: www.oekostation-borna-birkenhain.de
E-Mail: christiane.franke@oekostation-borna-birkenhain.de


Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts.

Das FÖJ wird gefördert vom:
Die Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. ist mit dem Projekt FÖJ Träger des Qualitätssiegels Quifd (Qualität in Freiwilligendiensten - www.quifd.de).

FÖJ Träger des Qualitätssiegels Quifd Sachsen Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz


Am Lerchenberg • 04552 Borna • Tel 034 33 / 74 11 50 • Fax 034 33 / 74 11 80
Email

Impressum © powered by Server-Team