Leitbild

der Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. zur Durchführung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ)

Grundsätzliches

Die Ökologische Station verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und förderungswürdige Zwecke. Sie vermittelt Umweltbildung und –erziehung, erforscht, schützt, pflegt und entwickelt die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Landschaft, insbesondere im Landkreis Leipzig, unabhängig und in Ergänzung zu den Aufgaben des Landkreises und seiner Städte und Gemeinden und trägt damit zur Verbesserung der Umweltbedingungen bei. Sie versteht sich als Kompetenzträger für Belange der Umweltbildung und des Natur- und Umweltschutzes. Als umweltbildende Einrichtung ist sie offen und transparent und ermöglicht einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Das Freiwillige Ökologische Jahr wird von der Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. als Trägerorganisation durchgeführt.

Das FÖJ ist für die Ökologische Station eine wichtige Sozialisationsinstanz für bürgerschaftliches Engagement, die Integration von Migranten und gemeinwohlorientiertes Handeln.

Die Grundlage zur Durchführung des FÖJ durch die Ökologische Station bildet das Jugendfreiwilligendienstegesetz vom 16.05.2008, die Verwaltungsvorschrift des SMSV zur Durchführung von Freiwilligendiensten im Freistaat Sachsen vom 31.03.2014, die Quifd-Qualitätsstandards sowie die inhaltliche und methodische Konzeption zur Durchführung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) der Ökologischen Station.

Selbstverständnis

Die Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. fördert als Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres eine nachhaltige Wissensvermittlung sowie das freiwillige Engagement junger Leute im Alter von 16 – 26 Jahren sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen und unterstützt das Erkennen und Gewinnen von Einsichten von ökologischen, ökonomischen und sozialen Zusammenhängen in Natur und Umwelt.

Durch die im FÖJ handlungsleitenden Prinzipien Freiwilligkeit und Partizipation trägt die Ökologische Station zur Entwicklung einer verantwortungsbewussten Bürgergesellschaft bei. Oftmals dient das FÖJ als Einstieg in bürgerschaftliches Engagement.

Die Ökologische Station bietet mit dem Freiwilligen Ökologischen Jahr Bildung für nachhaltige Entwicklung, berufliche Orientierung, Persönlichkeitsentwicklung sowie den Erwerb von Schlüsselqualifikationen für zukünftiges verantwortungsvolles Handeln.

Sie verwirklicht bei der Auswahl der Jugendlichen die Gleichberechtigung von weiblichen und männlichen TeilnehmerInnen (Gender Mainstreaming) unabhängig von ihrem Bildungsabschluss. Sie verfolgt das Ziel, behinderte junge Menschen, Jugendliche mit Migrationshintergrund und geflüchtete Jugendliche, welche das FÖJ absolvieren können, zu integrieren.

Die Ökologische Station versteht sich in der Durchführung des Freiwilligen Ökologischen Jahres als zuverlässiger, verantwortungsbewusster und kooperativer Partner sowohl für die Teilnehmenden des FÖJ als auch für die Einsatzstellen und die Fördermittelgeber. Als Trägerorganisation klärt sie die Rahmenbedingungen für die Jugendlichen und die Einsatzstellen, sichert die pädagogische Begleitung der Teilnehmenden ab, nimmt Kontrollfunktionen wahr und verwaltet die finanziellen Mittel.

Arbeitsweise

Die Tätigkeiten in den Einsatzstellen sowie die Seminartage, die Seminarvor- und –nachbereitungstreffen, die Tage der Berufsorientierung, die Landesaktions- und Bundesaktionstage bilden den strukturellen Rahmen des FÖJ für die Teilnehmenden.

Im Mittelpunkt des FÖJ stehen die Freiwilligen. Inhalte, Methoden und Strukturen des FÖJ orientieren sich am Anspruch selbstständigen Lernens der TeilnehmerInnen. Die Partizipation der Jugendlichen wird in den Einsatzstellen und bei der Seminararbeit durch eine handlungsorientierte Wissensvermittlung gewährleistet. In den Einsatzstellen übernehmen sie Verantwortung für ihre Aufgabenbereiche und für eigene Projekte. In die Gestaltung der FÖJ-Seminare sind sie bei Planung, Durchführung und Nachbereitung umfassend eingebunden.

Die Einsatzstellen gewährleisten durch die Schaffung von Hilfstätigkeiten im Natur- und Umweltschutz, dass sich bei den Jugendlichen ein Umweltbewusstsein und bürgerschaftliches Engagement über das FÖJ hinaus entwickelt. Sie unterstützen den Prozess und gehen auf die Erfahrungen und Wünsche der Teilnehmenden ein.

In den Einsatzstellen ist die Verantwortlichkeit der jeweiligen Begleiter und Begleiterinnen klar benannt und wird verantwortungsbewusst wahrgenommen. Die Begleitung wird auf Grundlage der Ziele des FÖJ unter Beachtung des Gender Mainstreamings durchgeführt. Die Einsatzstellenbegleiter und -begleiterinnen sind die konkreten und kompetenten Ansprechpartner für die pädagogische Begleiterin des Trägers.

Die pädagogische Betreuung durch den Träger sichert die Qualität der Durchführung des FÖJ in dessen Komplexität in enger Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen und den Freiwilligen.

Durchführung

Die vier Grundanliegen des Freiwilligen Ökologischen Jahres - Beschäftigungsfähigkeit im Natur- und Umweltschutz, Bildungsfähigkeit, berufliche Orientierung und Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Freiwilligen - werden durch den Träger in offener und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen und den Freiwilligen verwirklicht. Ziel ist es, die Freiwilligen auf ihrem persönlichen und beruflichen Weg individuell zu fördern und zu bilden. Die Verantwortlichen in den Einsatzstellen bekommen durch den Träger kompetente Beratung und Unterstützung in der Gestaltung des praktischen Einsatzes.

Die Einsatzstellen erfahren durch den Einsatz der Freiwilligen in der Regel eine Bereicherung für die Arbeit des Teams und erhalten eine Hilfskraft zur Bewältigung wichtiger, zusätzlicher Aufgaben. Durch das konkrete Mitarbeiten (learning by doing) erwerben die Jugendlichen verschiedenste fachliche, gestalterische und organisatorische Fertigkeiten in ihren jeweiligen Einsatzfeldern.

Die Ökologische Station gestaltet mit den Einsatzstellen und den Freiwilligen die Bildungsarbeit im FÖJ gemeinsam. Die durch den Träger begleiteten Seminare festigen die ökologische wie auch die soziale Kompetenz der Freiwilligen.

Die Bildungsinhalte in den fünf Seminarwochen orientieren sich am Rahmen-Curriculum des Bundes.

Die Ökologische Station gewährleistet das im Jugendfreiwilligendienstegesetz geforderte Beteiligungsgebot (Partizipation) der Freiwilligen bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung der Seminare. Die Jugendlichen werden zur Selbstgestaltung der Seminare angeregt, sie können eigene Vorstellungen einbringen und umsetzen.

Durch den praktischen Einsatz in den Einsatzstellen erhalten die Freiwilligen eine Erweiterung ihres Könnens und Wissens über Natur und Umwelt. Die Einsatzstellen legen in ihrer Einsatzstellenerklärung Bildungsziele, welches sie mit ihren Freiwilligen erreichen wollen, vor.

Die Durchführung eines eigenen Projektes durch die Teilnehmenden in den Einsatzstellen bildet die Verbindung von praktischer Arbeit und Bildung im Rahmen des FÖJ.

Die Ökologische Station unterstützt durch die Seminararbeit und die praktischen Tätigkeiten in den Einsatzstellen die berufliche Integration der Freiwilligen. An den Schnittstellen des persönlichen Lebens, vor allem bei beruflichen Übergängen wird eine Neuorientierung für die Zukunft erarbeitet und damit eine Hilfestellung bei der persönlichen Lebensplanung geleistet.

Das FÖJ in seiner Komplexität unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen. Es werden Gelegenheiten geboten, Abstand von der schulischen oder beruflichen Ausbildung bzw. vom gewohnten sozialen Umfeld zu gewinnen. Selbsterfahrungen werden ermöglicht, Freiräume eingeräumt, um das eigene Tun, insbesondere das eigene Engagement kritisch reflektieren zu können. Die Übernahme eigenverantwortlicher Aufgaben wird gefördert sowie Einzel- und Teamarbeit erprobt.

Qualitätssicherung

Die Ökologische Station sichert durch kontinuierliche Selbstorganisation ihre Qualität und unterstützt und berät die Einsatzstellen bei der Qualitätssicherung vor Ort. Durch die regelmäßige Selbst- und Fremdevaluation, die Teilnahme an Fortbildungen und die Vernetzung mit anderen Trägern von Freiwilligendiensten werden eigene fachliche und ökologische Kompetenzen erhalten und weiterentwickelt.
Die Einhaltung der Quifd - Qualitätsstandards wird regelmäßig überprüft.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. informiert die Öffentlichkeit über ihre Aktivitäten in der Durchführung des FÖJ.

Die Ökologische Station pflegt die Kooperation und ist vernetzt mit anderen FÖJ-Trägern auf Landes- und Bundesebene sowie den staatlichen Stellen und den Fördermittelgebern.


Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz Sachsen

Das FÖJ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz gefördert. Weiterhin wird diese Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts.


Am Lerchenberg • 04552 Borna • Tel 034 33 / 74 11 50 • Fax 034 33 / 74 11 80
Email

Impressum © powered by Server-Team