Studien zur Dokumentation von Artvorkommen - Förderung durch den ELER

1. Dokumentation der Bibervorkommen im Südraum Leipzig

Mit Unterstützung aus dem ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) führt die Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. eine Ersterfassung von Bibervorkommen im Südraum Leipzig durch bzw. erfasst geeignete Biberlebensräume.

Der Biber vermag Feuchtgebiete erfolgreich zu renaturieren. Seine landschaftsverändernde Lebensweise kann aber auch Konflikte hervorrufen. Es ist erforderlich, die Vorkommen der Biber zu kennen. Erkenntnisse zu Vorkommen bzw. Revieren der Art sowie deren Familienstrukturen können helfen, potentielle Konflikte frühzeitig festzustellen. Diese Kenntnisse sind die Basis für ein schnelles Handeln zum effektiven Schutz der Art.

Angrenzend des Südraumes Leipzig befinden sich besetzte Biberreviere, in denen eine erfolgreiche Reproduktion gegeben ist. Jungbiber sind gezwungen abzuwandern und neue Lebensräume zu erschließen – dafür sind im Südraum Leipzig Potentiale gegeben.

Im Rahmen des Projektes erfolgt auf der Grundlage regionaler Gebietskenntnisse eine Flächenanalyse, um in der Kulturlandschaft und Bergbaufolgelandschaft Gebiete zu erfassen, die als Lebensraum der Art geeignet sind. In ausgewählten Gewässerabschnitten finden Kontrollen auf Bibervorkommen statt. Für Gebiete, in denen eine Besiedlung des Bibers zu erwarten ist, aktuell aber Hemmnisse bestehen, werden Vorschläge zur Gebietsaufwertung erarbeitet.

Die Arbeiten stellen einen wichtigen ersten Schritt zum Biberschutz im Südraum Leipzig dar.

2. Erfassung der Vorkommen von Rohrdommel und Rohrweihe im Südraum Leipzig

Mit Unterstützung aus dem ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) führt die Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V. eine Erfassung der Vorkommen von Rohrweihe und Rohrdommel an ausgewählten Wasserlandschaften im Südraum Leipzig durch.

Rohrdommel wie auch Rohrweihe brüten vorzugsweise in wasserdurchfluteten Schilfbereichen um Seenlandschaften und gelten beide als sehr störungsempfindlich.

In dem Projekt soll die Erfassung der Vorkommen und insbesondere der Bruterfolg dieser Arten in verschiedenen Wasserlandschaften dokumentiert werden, welche einen unterschiedlich hohen Grad an freizeitlicher Nutzung aufweisen. Weiterhin soll der Einfluss von Prädation (z.B. durch Schwarzwild, Waschbär) auf den Bruterfolg abgeschätzt werden.

Die meisten Wasserlandschaften im Leipziger Vorland werden touristisch genutzt und zumeist auch zukünftig weiter ausgebaut. Mit den Erfassungen soll eine Grundlage geschaffen werden, um in Zukunft ein besseres Artenmanagement zu ermöglichen und somit die Bestände dieser bedrohten, röhrichtbewohnenden Vogelarten weiterhin zu gewährleisten..


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