Turmfalke gerettet

Am 10.07.2015 ging ein Notruf von der MIBRAG bei der Ökostation ein, ein Turmfalke hat sich in einer überdachten Bandanlage verirrt. Jörg Geier, Mitglied der Ökostation, war in der Nähe und wurde gebeten sich die Sachlage anzuschauen und gegebenenfalls zu handeln. Am vereinbarten Treffpunkt am Kohlemisch- und Stapelplatz (KMS) wurde er von zwei MIBRAG-Mitarbeitern erwartet und an den Unglücksort geleitet. Dieser befand sich allerdings nicht am KMS, sondern in der Bandanlage zwischen Eckturm 1 und 2, kurz vor dem Kohlebunker am Kraftwerk Lippendorf. Die Förderbandanlage ist ca. 300 m lang, ca. 8 m breit und ca. 5 m hoch, worin 2 Parallelbänder die Blöcke des Kraftwerkes mit Braunkohle versorgen.
Den Falken zwischen Stahlträgern und Rohrleitungen zu finden, stellte sich als ziemlich schwierig heraus. Beim ersten Durchgang schien es, dass der Vogel von selbst einen Ausgang durch die Rauchabzugshauben gefunden hat. Dem war jedoch nicht so, durch die schmalen Öffnungen traute er sich nicht von alleine in die Freiheit, obwohl er mehrfach Anlauf nahm. Durch die Unterstützung der zur Hilfe gerufenen Elektroabteilung, die die Beleuchtung in der Anlage abschaltete, verlor unser Freund die Orientierung komplett und landete völlig erschöpft auf dem Förderband. Nun konnten ihn Jörg Geier und 3 tatkräftig unterstützende MIBRAG-Mitarbeiter fassen. Der Turmfalke ließ sich dann ganz friedlich, eingehüllt in einer Jacke aus der Anlage tragen und flog wohlbehalten davon. Danach wurde die Bandanlage sofort wieder angefahren und die Kohleversorgung des Kraftwerkes sichergestellt.
Wir die Ökologische Station Borna, danken den Rettern für ihren außergewöhnlichen Einsatz.

Borna, 14.07.2015

Datum: 15.07.2015


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