Überwinterungsgäste aus Sibirien in unseren Fluren

Sie kamen im Jahr 2014 erst am 26.September im Südraum Leipzig an. Die ersten nordischen Saatgänse, 36 an der Zahl, konnten am Rastplatz im Tagebau Peres, „NATURSCHAUFENSTER TAGEBAU“ genannt, beobachtet werden. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Tagen bald weitere Saat- und Bläßgänse bei uns eintreffen.

Gänse sind nicht gleich Gänse, man unterscheidet jagdbare und nicht jagdbare Arten. Beide sind in der Region südlich von Leipzig anzutreffen. Wie dem Amtsblatt des Leipziger Landes vom 27.10.2006 zu entnehmen war, gibt es für die Gänsejagd feststehende Jagdzeiten und Richtlinien (Wildgänsemanagement) mit empfehlendem Charakter.
Die Saatgans (Anser fabalis rossicus) ist nur unwesentlich kleiner als die in Deutschland brütende Graugans. Sie wirkt relativ dunkel mit schwarzgrau gefärbtem Kopf und Hals sowie dunkelbrauner Oberseite. Charakteristisch ist der schwarze Schnabel mit orangefarbener Binde an der Spitze sowie die orangegelben Beine der Altvögel. Ihre Brutheimat sind die Tundren-gebiete Nordeuropas und Russlands.
Sie ist die bei uns häufigste nordische Gänseart. Die Zahl der von Oktober bis Januar im Südraum Leipzig rastenden Saatgänse schwankt zwischen 8.000 Exemplaren im Oktober, 19.000 Exemplaren im November und 10.000 Exemplaren im Januar.

Harald Krug
Fachgutachter

Datum: 29.10.2014


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