Nordische Gänse und andere Wintergäste im ehemaligen Tagebau

Wie jedes Jahr im Herbst luden Annett Bellmann und Harald Krug von der Ökologischen Station Borna - Birkenhain am 22. November zur Abendexkursion in die Bergbaufolgelandschaft des Südraumes Leipzig ein, um Wildgänse, die aus dem hohen Norden zu uns kommen, um hier zu überwintern, zu beobachten.

Treffpunkt für die zahlreichen Interessierten war die Ökostation, wo uns Harald Krug den zauberhaften Film vorführte, den er aus seinem Beobachtungszelt heraus im Naturschaufenster Peres gedreht hatte.

Die Hobbyornithologen unter seinen Zuschauern waren insbesondere beeindruckt von den Aufnahmen seltener Durchzügler, wie verschiedener Arten Wasserläufer, Saat- und Blässgänsen, Rothals- und Zwerggänsen, Enten, einer Ohrenlerche und anderer Raritäten, wie Blaukehlchen und einer Bartmeise, Kiebitzen, Mäusebussarden und dem Seeadler.

Die Fahrt mit den Autos und eine kurze Wanderung, auf der wir eine nette Begegnung mit den hier lebenden Konik-Wildpferden hatten, die die Aufgabe haben, durch ihre Beweidung das Gelände als vielfältiges Biotopmosaik zu erhalten, führte uns zur Beobachtungshütte am Restloch Deutzen.

Die von den beiden Veranstaltern mitgeschleppten Spektive verhalfen zur Beobachtung von u.a. ca. 20 Gänsesägern - ebenfalls ein Highlight für die Hobbyornithologen, einer Kranichfamilie, die eigentlich längst in Spanien sein sollte, Kormoranen, Silberreiher, Hökerschwänen, Silbermöwen und Kolkraben. Rotkehlchen und Amsel waren in der Abenddämmerung ebenfalls noch zu hören.

Nebenbei erfuhren die Teilnehmer auch Wissenswertes über die Wanderungen von besenderten und beringten Wildgänsen, die sogar Namen wie "Erich" trugen und - schön wie immer - gab es Tee und Kekse.

Alle haben mit Sicherheit wieder etwas dazu gelernt, traten zufrieden die Fahrt nach Hause an und freuen sich schon auf die nächste Exkursion. Nur auf die Gänse - bis auf die fünf zu Anfang gesehenen - war diesmal kein Verlass.

Wir hörten sie erst, als wir auf dem Rückweg waren. Trotzdem vielen Dank an Annett Bellmann und Harald Krug.

Uta Klappach

Datum: 27.11.2014


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